Kurz erklärt: Die Dame, auch Königin genannt, ist die stärkste Figur im Schach. Sie zieht waagerecht, senkrecht und diagonal über beliebig viele freie Felder. Sie darf gegnerische Figuren auf ihrem Zielfeld schlagen, aber nicht über andere Figuren springen.
In diesem Beitrag geht es um die Dame beim Schach: ihre Bewegung, ihre Schlagregeln, ihr Startfeld und typische Anfängerfragen. Die Dame gehört wie der Turm zu den Schwerfiguren. Weil sie die Zugmöglichkeiten von Turm und Läufer verbindet, ist sie die beweglichste und wertvollste Figur auf dem Brett.
Einen kompakten Überblick über alle Schachfiguren und ihre Zugregeln findest du hier. Falls du wissen willst, wo Dame, König und die übrigen Figuren am Anfang stehen, hilft dir die Schachaufstellung mit Namen.
Wie zieht die Dame im Schach?
Die Dame darf in alle geraden und diagonalen Richtungen ziehen. Sie kann also waagerecht nach links oder rechts, senkrecht nach oben oder unten und diagonal über das Brett ziehen. Dabei darf sie beliebig weit ziehen, solange kein Stein im Weg steht.
- waagerecht nach links oder rechts
- senkrecht nach oben oder unten
- diagonal in alle vier Richtungen
- beliebig weit, aber nur auf freien Linien
- nicht über andere Figuren hinweg
Man kann sich merken: Die Dame kombiniert die Bewegungen von Turm und Läufer. Genau deshalb ist sie so stark. Die folgenden Diagramme zeigen die wichtigsten Zugrichtungen der Dame:
Darf die Dame wie ein Pferd springen?
Nein. Die Dame darf nicht wie ein Pferd beziehungsweise Springer springen. Sie zieht nicht in L-Form und kann keine Figuren überspringen. Das darf nur der Springer.
Steht eine eigene Figur im Weg, endet die Zugmöglichkeit der Dame ein Feld davor. Steht eine gegnerische Figur auf der Linie, darf die Dame diese Figur schlagen, muss auf diesem Feld aber stehen bleiben.
Wie schlägt die Dame im Schach?
Die Dame schlägt genau so, wie sie zieht: waagerecht, senkrecht oder diagonal. Sie schlägt nur eine gegnerische Figur auf ihrem Zielfeld. Figuren dahinter kann sie in diesem Zug nicht erreichen, weil die geschlagene Figur die Linie beendet.
Auf diesem Schachbrett kannst du ausprobieren, wie die Dame zieht:
Wo steht die Dame beim Schach?
Bei der Schachfiguren-Aufstellung steht die Dame am Anfang neben dem König und neben einem Läufer. Die weiße Dame steht auf d1, die schwarze Dame auf d8. Als Merksatz gilt deshalb: Weiße Dame, weißes Feld. Schwarze Dame, schwarzes Feld.
Das „d“ in d1 und d8 passt gut zu „Dame“. Wichtig ist außerdem: Die Dame kann zu Beginn noch nicht ziehen. Erst wenn ein Bauer vor ihr oder neben ihr bewegt wurde, öffnet sich eine Linie. Trotzdem sollte man die Dame in der Eröffnung meistens nicht zu früh ins Spiel bringen, weil sie sonst leicht angegriffen werden kann.
Weiße Dame, weißes Feld – was bedeutet das?
Der Merksatz hilft beim Aufbau des Brettes. Die weiße Dame startet immer auf einem weißen Feld, die schwarze Dame immer auf einem schwarzen Feld. Stehen König und Dame vertauscht, ist die Anfangsstellung falsch aufgebaut.
Die Macht der Dame beim Schach
Am stärksten ist die Dame, wenn sie die eigenen Figuren von hinten unterstützt und offene Linien oder Diagonalen nutzen kann. Sie ist viel flexibler als Läufer oder Turm, aber gerade wegen ihres hohen Werts sollte sie nicht ungeschützt in gegnerische Angriffe geraten.
Die schwarze Dame steht hier aktiver und wirkt stärker als die weiße. Solche Unterschiede entstehen oft, wenn eine Dame freie Linien hat und zugleich wichtige Felder im gegnerischen Lager kontrolliert.
Endspiel: König und Dame gegen König
Im Endspiel ist die Dame besonders stark. König und Dame gegen den alleinstehenden König ist bei korrektem Spiel gewonnen. Selbst aus einer ungünstigen Stellung heraus ist das Matt oft in wenigen Zügen möglich.
Trotz ungünstigster Stellung: Matt in 8!
Die Dame setzt im Schach von allen Figuren besonders häufig Matt, weil sie Linien, Reihen und Diagonalen gleichzeitig kontrollieren kann.
Wie viele Damen beim Schach kann man besitzen?
Theoretisch kann jede Partei übrigens bis zu neun Damen besitzen: die Dame aus der Anfangsstellung plus acht Bauern, die alle die gegnerische Grundreihe erreichen und in eine Dame umgewandelt werden. In echten Partien kommt das extrem selten vor, aber mehrere Damen auf einer Seite sind nach einer Bauernumwandlung durchaus möglich.
Damenopfer
Ein Damenopfer ist in Schachpartien besonders spektakulär, weil die Dame die wertvollste Figur ist. Ein echtes Opfer liegt nur dann vor, wenn der Verlust der Dame durch ein konkretes Ziel gerechtfertigt ist: etwa durch ein erzwungenes Matt, den Gewinn der gegnerischen Dame oder entscheidenden Materialgewinn. Ohne solche Kompensation wäre es kein Opfer, sondern ein Fehler.
Ersticktes Matt
Ein berühmtes Mattmotiv, bei dem die Dame geopfert wird, ist das erstickte Matt. Es zeigt dabei vor allem die besondere Wirkung des Springers im Schach. Die Schachaufgabe gibt es hier, die Lösung hier.

Unterschied zu anderen Schachfiguren
Die Dame ist beweglicher als der Turm und der Läufer, weil sie deren Zugmöglichkeiten kombiniert: Sie darf waagerecht, senkrecht und diagonal ziehen. Anders als der Springer darf sie aber nicht über andere Figuren springen.
Weitere Schachfiguren einfach erklärt
Du willst schließlich wissen, wie sich die anderen Schachfiguren bewegen? Hier findest du einfache Erklärungen zu Zugregeln, Schlagregeln und Besonderheiten:
- Wie zieht der König beim Schach?
- Wie zieht die Dame beim Schach? — diese Seite
- Wie zieht der Springer beim Schach?
- Wie zieht der Turm beim Schach?
- Wie zieht der Läufer beim Schach?
- Wie ziehen Bauern beim Schach?
Bevor du mit der Dame spielst, solltest du die Schachfiguren-Aufstellung kennen. Gerade bei der Dame machen Anfänger oft Fehler, weil sie in der Startstellung immer auf ihrer eigenen Farbe stehen muss.
FAQ
Die Dame zieht waagerecht, senkrecht und diagonal beliebig weit. Sie kann also wie Turm und Läufer ziehen, aber nur solange keine Figur im Weg steht.
Die Dame darf in alle geraden und diagonalen Richtungen ziehen, gegnerische Figuren auf ihrem Zielfeld schlagen und sich darüber hinaus beliebig weit bewegen. Sie darf aber nicht über andere Figuren springen.
Nein. Die Dame darf nicht wie ein Pferd beziehungsweise Springer ziehen. Nur der Springer zieht in L-Form und darf über Figuren springen.
Nein. Die Dame muss stoppen, sobald eine Figur im Weg steht. Eine gegnerische Figur auf diesem Feld kann sie schlagen, eine eigene Figur blockiert dabei den Zug.
Die Dame schlägt genauso, wie sie zieht: waagerecht, senkrecht oder diagonal. Sie schlägt eine gegnerische Figur auf ihrem Zielfeld.
Die Dame darf beliebig weit ziehen, solange die Linie frei ist. Sie darf aber nicht über eigene oder gegnerische Figuren hinwegziehen.
Ja. Die Dame darf vorwärts, rückwärts, seitwärts und diagonal in alle Richtungen ziehen.
Die weiße Dame steht zu Beginn auf d1, die schwarze Dame auf d8. Die einfache Regel lautet folglich: weiße Dame auf weißes Feld, schwarze Dame auf schwarzes Feld.
Die Regel hilft beim richtigen Aufstellen der Figuren: Die weiße Dame beginnt auf dem weißen Feld d1, die schwarze Dame auf dem schwarzen Feld d8.
Theoretisch kann eine Partei bis zu neun Damen haben: die ursprüngliche Dame plus acht Bauern, die dabei jeweils in eine Dame umgewandelt werden könnten.
Ja. Die Dame ist stärker als ein einzelner Turm, weil sie die Zugmöglichkeiten von Turm und Läufer kombiniert.





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