Frauen, Männer und Schach

THE QUEEN'S GAMBIT (L to R) MATTHEW DENNIS LEWIS as MATT, RUSSELL DENNIS LEWIS as MIKE, HARRY MELLING as HARRY BELTIK, and ANYA TAYLOR-JOY as BETH HARMON in episode 102 of THE QUEEN'S GAMBIT Cr. COURTESY OF NETFLIX © 2020

Ein paar Worte vorweg …

Frauen, Männer und Schach – gerade bei diesem Thema will ich gleich zu Anfang klar stellen, dass ich ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit auf eine geschlechtsneutrale Differenzierung verzichtet habe. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter (nicht nur Mann und Frau). Die verkürzte Sprachform beinhaltet keine Wertung. Warum sehe ich mich als geeignet, über dieses Thema zu schreiben? Zum einen bin ich seit vielen Jahren passionierter Schachspieler und habe schon gegen zig Frauen, Kinder, Senioren, “Behinderte”, Ausländer, … gespielt. Zum anderen bin darüber hinaus ich ein sehr weltoffener Mensch mit Horizont und persönlicher Geschichte, fest mit den Menschenrechten verwurzelt.

Das Damengambit

THE QUEEN'S GAMBIT (L to R) ANYA TAYLOR-JOY as BETH HARMON in episode 107 of THE QUEEN'S GAMBIT Cr. PHIL BRAY/NETFLIX © 2020

Der Name

Das Damengambit (englisch: queen’s gambit) ist eine im übrigen sehr oft gespielte Eröffnung im Schach. Der Name Gambit (von italienisch dare il gambetto „ein Bein stellen“) bezeichnet dabei Eröffnungen, in denen dem Gegner ein Bauer oder eine Figur angeboten bzw. geopfert wird, um letztlich aber Vorteil zu erlangen. Der Name Damengambit rührt daher, dass auf dem Damenflügel gleich im zweiten Zug ein Bauer geopfert wird. Es ist allerdings kein echtes Gambit, da der Bauer zwangsläufig zurück gewonnen werden kann und somit nicht wirklich geopfert wird.