Kurz erklärt: Die Elo-Zahl ist eine Wertungszahl im Schach. Sie zeigt, wie stark eine Spielerin oder ein Spieler im Vergleich zu anderen gewerteten Spieler:innen eingeschätzt wird. Je höher die Elo-Zahl, desto stärker ist die angenommene Spielstärke. Nach gewerteten Partien kann die Elo-Zahl steigen oder fallen.
Die Elo-Zahl ist keine absolute Messung wie eine Zeit oder eine Entfernung, sondern eine relative Wertungszahl innerhalb eines bestimmten Spielerpools. FIDE-Elo, DWZ, Lichess-Rating und Chess.com-Rating sind deshalb nicht einfach dasselbe. Sie können ähnlich aussehen, entstehen aber in unterschiedlichen Wertungslisten und teilweise mit unterschiedlichen Berechnungsverfahren.
In diesem Artikel erfährst du, was Elo im Schach bedeutet, wie die Elo-Zahl berechnet wird, welche Elo-Zahl als gut gilt und worin der Unterschied zu DWZ und Online-Ratings liegt.
Was ist die Elo-Zahl im Schach?
Die Elo-Zahl ist das international wichtigste Wertungssystem im Turnierschach. Sie beschreibt die Spielstärke einer Spielerin oder eines Spielers statistisch im Vergleich zu anderen Spieler:innen derselben Wertungsliste. Eine einzelne Zahl sagt also nicht „objektiv“ alles über eine Person aus, sondern ordnet sie innerhalb eines bestimmten Schachsystems ein.
Nach einer gewerteten Partie verändert sich die Elo-Zahl abhängig davon, ob das Ergebnis besser oder schlechter war als statistisch erwartet. Wer gegen deutlich stärkere Gegner:innen gewinnt, erhält mehr Punkte als bei einem Sieg gegen schwächere Gegner:innen. Umgekehrt kostet eine Niederlage gegen schwächere Gegner:innen mehr Punkte als eine Niederlage gegen sehr starke Gegner:innen.
Im Turnierschach wird die internationale Elo-Zahl vom Weltschachverband FIDE geführt. Sie dient weltweit dazu, Spieler:innen zu vergleichen, Ranglisten zu erstellen und Turniere nach Spielstärke einzuordnen.
Elo-Zahl Tabelle: Welche Spielstärke ist gut?
Viele suchen nach der Elo-Zahl, weil sie wissen möchten: Wie stark ist eine bestimmte Elo eigentlich? Die folgende Tabelle gibt eine grobe Orientierung. Wichtig ist: Unterhalb von 1400 handelt es sich aktuell nicht um veröffentlichte FIDE-Elo-Zahlen, sondern eher um allgemeine Spielstärke-Einordnungen, DWZ-Bereiche oder Online-Ratings.
| Elo-Zahl / Bereich | Offene FIDE-Titel und Spielstärke | Frauentitel der FIDE |
|---|---|---|
| ≥ 2700 | Weltklasse | |
| ≥ 2500 | Großmeister:in (GM) – zusätzlich sind GM-Normen erforderlich | |
| 2400–2499 | Internationale:r Meister:in (IM) – zusätzlich sind IM-Normen erforderlich | |
| 2300–2399 | FIDE-Meister:in (FM) | Großmeisterin der Frauen (WGM) – zusätzlich sind WGM-Normen erforderlich |
| 2200–2299 | Candidate Master / Meisteranwärter:in (CM) | Internationale Meisterin der Frauen (WIM) – zusätzlich sind WIM-Normen erforderlich |
| 2100–2199 | starke:r Turnierspieler:in | FIDE-Meisterin der Frauen (WFM) |
| 2000–2099 | starke:r Turnierspieler:in / Expert:in | Candidate Master der Frauen / Meisteranwärterin der Frauen (WCM) |
| 1800–1999 | sehr gute:r Vereinsspieler:in | |
| 1600–1799 | solide bis starke:r Vereinsspieler:in | |
| 1400–1599 | unterer veröffentlichter FIDE-Bereich / solide Grundlagen | |
| 1200–1399 | Hobbyspieler:in / Vereinseinstieg – aktuell unterhalb veröffentlichter FIDE-Elo | |
| 1000–1199 | Gelegenheitsspieler:in – keine veröffentlichte FIDE-Elo | |
| < 1000 | Anfänger:in – keine veröffentlichte FIDE-Elo |
Bei FIDE-Titeln muss man genau unterscheiden: CM und FM sind auf dem üblichen Weg ratingbasierte Titel. IM, GM sowie WIM und WGM erfordern neben der Ratinggrenze zusätzlich Titelnormen. Für den GM-Titel sind 2500, für den IM-Titel 2400, für WGM 2300 und für WIM 2200 als Ratinganforderung vorgesehen, jeweils im Zusammenspiel mit den weiteren Titelbedingungen.
Die Aufteilung in offene Titel und Frauentitel ist historisch gewachsen, und entbehrt nicht einer gehörigen Portion Sexismus. Sie wird im Schach bis heute kritisch diskutiert. Entscheidend für die Spielstärke bleibt am Ende natürlich nicht das Geschlecht, sondern die tatsächliche Leistung am Brett. Mehr dazu habe ich hier ausgeführt.
Was bedeutet eine bestimmte Elo-Zahl?
Die nackte Zahl ist erst dann hilfreich, wenn man sie einordnen kann. Eine Elo-Zahl unter 1000 beschreibt meist Anfänger:innen, die gerade erst beginnen, regelmäßig Schach zu spielen. In diesem Bereich werden grundlegende Regeln, einfache Taktiken und typische Mattbilder gelernt.
Im Bereich von 1000 bis 1400 Elo befinden sich viele Hobbyspieler:innen. Sie kennen bereits grundlegende taktische Motive wie Gabeln oder Fesselungen und haben erste Erfahrungen mit Eröffnungen gesammelt. Im offiziellen FIDE-System werden Ratings unter 1400 aktuell allerdings nicht veröffentlicht.
Eine Elo zwischen 1400 und 1800 entspricht häufig soliden Vereinsspieler:innen. Hier wird strukturierter gespielt: Spieler:innen planen langfristiger, verstehen strategische Konzepte und vermeiden grobe Fehler häufiger.
Ab etwa 1800 bis 2000 Elo spricht man von sehr starken Vereinsspieler:innen. Partien auf diesem Niveau sind oft von besserem Positionsverständnis geprägt, und taktische Fehler kommen seltener vor.
Ab 2000 Elo beginnt der Bereich starker Turnierspieler:innen. Bei etwa 2200 Elo beginnt der Bereich, in dem der offene FIDE-Titel Candidate Master (CM) erreichbar wird. Der FIDE-Meister-Titel (FM) liegt üblicherweise bei 2300 Elo. Für Internationale Meister:innen (IM) und Großmeister:innen (GM) reicht die Zahl allein dagegen nicht aus: Neben 2400 Elo für IM beziehungsweise 2500 Elo für GM sind zusätzlich Titelnormen aus entsprechend besetzten Turnieren erforderlich.
Die besten Spieler:innen der Welt erreichen Elo-Zahlen von über 2700. Einzelne Ausnahmeerscheinungen haben sogar über 2800 Elo erreicht.
Die Elo-Verteilung
Eine typische Elo-Verteilung vieler Spieler:innen sieht beispielsweise so aus:

Die Verteilung von Elo-Zahlen hängt stark davon ab, welchen Spielerpool man betrachtet. Eine FIDE-Ratingliste sieht anders aus als eine DWZ-Liste oder ein Online-Server, weil jeweils andere Spieler:innen, andere Turnierformen und andere Wertungsregeln zugrunde liegen.
Im FIDE-System beginnt die veröffentlichte Ratingliste aktuell bei 1400. Deshalb darf man aus einer FIDE-Verteilung nicht schließen, dass es darunter keine schwächeren Spieler:innen gäbe. Sie erscheinen nur nicht mit einer veröffentlichten FIDE-Elo-Zahl. Mit 2500 Elo bewegt man sich bereits im Bereich der Großmeister-Anforderung, mit 2700+ in der absoluten Weltspitze; Werte über 2800 wurden nur von sehr wenigen Ausnahmespieler:innen erreicht.
Schachengines wie Stockfish erreichen auf speziellen Computer-Ranglisten Werte um oder über 3600. Diese Engine-Ratings sind aber nicht direkt mit menschlicher FIDE-Elo vergleichbar, weil sie in einem eigenen Testumfeld mit bestimmter Hardware, Bedenkzeit, Eröffnungsbüchern und Engine-Gegnern entstehen.
Wie wird die Elo-Zahl berechnet?
Das Grundprinzip ist einfach: Vor jeder gewerteten Partie berechnet das Elo-System ein erwartetes Ergebnis. Dieses erwartete Ergebnis hängt vor allem von der Differenz der beiden Elo-Zahlen ab. Danach wird das tatsächliche Ergebnis mit dieser Erwartung verglichen.
Wer besser abschneidet als erwartet, gewinnt Elo-Punkte. Wer schlechter abschneidet als erwartet, verliert Elo-Punkte. Ein Sieg gegen stärkere Gegner:innen bringt deshalb mehr Punkte als ein Sieg gegen deutlich schwächere Gegner:innen. Ein Remis gegen eine stärkere Person kann ebenfalls Punkte bringen, während ein Remis gegen eine deutlich schwächere Person Punkte kosten kann.
Mathematisch wird für die Punkteerwartung häufig folgende Formel verwendet. Spielt ein:e Spieler:in mit Elo/DWZ RS gegen ein:e Gegner:in mit Elo/DWZ RG, dann gilt:
Was das bedeutet, kannst du mit dem folgenden Rechner ausprobieren. Gib einfach zwei Wertungszahlen für die Kontrahent:innen ein:
Elo-Berechnung: ein einfaches Beispiel
Angenommen, Spieler:in A hat eine Elo-Zahl von 1500 und Spieler:in B hat eine Elo-Zahl von 1700. Da B eine höhere Wertungszahl besitzt, gilt B statistisch als Favorit:in.
Bei 200 Punkten Unterschied liegt die erwartete Punkteausbeute der stärkeren Person ungefähr bei 0,76 Punkten pro Partie. Die schwächere Person hat entsprechend nur etwa 0,24 Punkte Erwartung. Das bedeutet nicht, dass B exakt 76 Prozent der Partien gewinnt; Remispartien sind in dieser Erwartung bereits enthalten.
- B gewinnt: Das Ergebnis entspricht der Erwartung. Die Elo-Zahl verändert sich nur geringfügig.
- Die Partie endet remis: A hat besser abgeschnitten als erwartet und gewinnt Elo-Punkte. B verliert entsprechend Punkte.
- A gewinnt: Das Ergebnis widerspricht der Erwartung. A gewinnt deutlich mehr Elo-Punkte, B verliert deutlich mehr.
Wie stark sich die Elo-Zahl tatsächlich verändert, hängt zusätzlich vom sogenannten K-Faktor ab. Er bestimmt, wie empfindlich das Rating auf neue Partien reagiert. Bei neuen Spieler:innen oder jungen Talenten kann der K-Faktor höher sein, damit sich die Wertung schneller an die tatsächliche Spielstärke anpasst. Bei erfahrenen Turnierspieler:innen verändert sich die Elo-Zahl dagegen meist langsamer.
Wer tiefer in die Mathematik einsteigen will, findet das genaue Verfahren unter anderem bei Wikipedia. Das klassische Buch zum Thema ist „Rating of Chessplayers, Past and Present“ von Arpad Elo.
Elo-Rechner im Netz
Für die Praxis hat Ingram Braun auf seiner Webseite ein Online-Tool zur Verfügung gestellt, mit dem man die Veränderung seiner Elozahl im Turnier berechnen kann.
Wenn du bereits eine veröffentlichte Elo-Zahl hast und gegen mehrere Elo-Gegner:innen gespielt hast, kannst du auch mit einem Elo-Rechner ungefähr nachvollziehen, wie sich deine Wertung verändert. Entscheidend sind dabei deine alte Elo-Zahl, die Wertungen der Gegner:innen, deine Ergebnisse und der für dich geltende K-Faktor.
Wenn du noch keine veröffentlichte FIDE-Elo hast, solltest du 1500 nicht als offizielle Startzahl verstehen. Die FIDE berechnet eine erste veröffentlichte Wertung nach eigenen Regeln aus den Ergebnissen gegen gewertete Gegner:innen. Seit der aktuellen Ratingordnung muss diese erste veröffentlichte Zahl mindestens 1400 betragen.
Unterschied Elo-Zahl und DWZ
Neben der internationalen Elo-Zahl existiert in Deutschland ein weiteres Bewertungssystem: die DWZ, also die Deutsche Wertungszahl.
Die DWZ wird vom Deutschen Schachbund verwendet und dient vor allem zur Bewertung von Spieler:innen in nationalen Turnieren. Sie funktioniert ähnlich wie das Elo-System, weist aber Unterschiede in der Berechnung auf.
Der wichtigste Unterschied liegt darin, dass die DWZ stärker auf einzelne Spieler:innen angepasst wird. Faktoren wie Alter und Anzahl bereits gespielter Partien beeinflussen die Berechnung stärker als im klassischen Elo-System.
Für viele Spieler:innen existieren daher zwei Wertungszahlen gleichzeitig:
- eine DWZ für nationale Turniere in Deutschland
- eine Elo-Zahl für internationale Turniere der FIDE
Oft liegen beide Werte relativ nahe beieinander, können sich aber im Detail unterscheiden. Besonders bei jungen Spieler:innen kann die DWZ schneller steigen oder fallen als die Elo-Zahl. Da DWZ und FIDE-Elo zuletzt deutlich auseinanderliefen, stellt der Deutsche Schachbund das DWZ-System im Sommer 2026 um. Das neue Wertungsportal soll ab dem 22.07.2026 für DWZ-Turniere genutzt werden. Mit der Umstellung ist auch eine einmalige Anpassung vieler DWZ-Zahlen vorgesehen: Werte unter 1000 werden um 400 Punkte angehoben, Werte über 1000 nach der Formel 0,64 × alte DWZ + 760; oberhalb von 2110 erfolgt keine automatische Anpassung.
Für die internationale Vergleichbarkeit gilt jedoch vor allem die FIDE-Elo-Zahl, da sie weltweit einheitlich verwendet wird. Zur DWZ-Umstellung findest du hier mehr: Neustart für die DWZ.
Elo-Zahl, Lichess und Chess.com: Warum Online-Ratings abweichen
Wer regelmäßig online spielt, sieht auf Plattformen wie Chess.com, Lichess oder anderen Schachservern eigene Ratings. Diese Zahlen werden oft ebenfalls als „Elo“ bezeichnet, entsprechen aber nicht exakt der offiziellen Elo-Zahl der FIDE.
Der Grund ist einfach: Online-Plattformen verwenden eigene Rating-Systeme, die nicht direkt mit der offiziellen FIDE-Elo vergleichbar sind. Lichess nutzt Glicko-2, Chess.com ein Glicko-System. Beide Systeme sind mit Elo verwandt, berücksichtigen aber zusätzlich die Unsicherheit einer Wertungszahl, also wie sicher das System die aktuelle Spielstärke einer Person einschätzt.
Deshalb sollte man Online-Ratings nicht einfach in FIDE-Elo oder DWZ umrechnen. Sie eignen sich vor allem dazu, die eigene Entwicklung innerhalb derselben Plattform, derselben Bedenkzeit und desselben Spielerpools zu verfolgen. Wer auf einer Plattform 1700 hat, muss deshalb nicht automatisch ungefähr 1700 FIDE-Elo besitzen.
Eine ausführlichere Einordnung zum Vergleich von Wertungszahlen in verschiedenen Communities findest du in meinem Beitrag zur Lichess-Wertungszahl.
Wie lässt sich die Elo-Zahl verbessern?
Viele Spieler:innen fragen sich, wie sie ihre Elo-Zahl gezielt steigern können. Eine der effektivsten Methoden ist überraschend einfach: regelmäßiges Taktiktraining.
Gerade auf Amateur- und Vereinsebene werden sehr viele Partien durch taktische Fehler entschieden. Dazu gehören Motive wie Gabeln, Fesselungen, Abzüge oder einfache Mattkombinationen. Wer solche Motive schnell erkennt, gewinnt öfter Partien als andere Spieler:innen, die die jeweilige Taktik übersehen würden.
Deshalb kann bereits konsequentes Taktiktraining einen großen Unterschied machen. Wer täglich einige Taktikaufgaben löst, trainiert das eigene Mustererkennen und verbessert die Fähigkeit, Chancen in der Partie sofort zu sehen. Besonders im Bereich zwischen 1000 und 1800 Elo sind Verbesserungen von etwa 100 Elo-Punkten oder mehr durchaus realistisch, wenn Taktik systematisch geübt wird.
Natürlich gehören auch Strategie, Endspiele und Eröffnungsvorbereitung zum Schachtraining. Für viele Spieler:innen ist jedoch das Erkennen taktischer Motive der schnellste Weg, um ihre Spielstärke spürbar zu verbessern.
Geschichte des Elo-Systems
Das Elo-System wurde nach dem Physiker, Schachspieler und Statistiker Arpad Elo benannt. Elo wurde 1903 geboren und beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie sich die Spielstärke von Schachspieler:innen möglichst objektiv messen lässt. Vor seiner Arbeit existierten zwar bereits Bewertungssysteme, sie waren jedoch oft ungenau oder statistisch wenig fundiert.
Arpad Elo entwickelte deshalb ein mathematisches Modell, das auf Wahrscheinlichkeiten basiert. Die Grundidee: Wenn zwei Spieler:innen gegeneinander antreten, lässt sich anhand ihrer bisherigen Ergebnisse eine Punkteerwartung für den Ausgang der Partie berechnen. Gewinnt ein:e Spieler:in häufiger als statistisch erwartet, steigt ihre:seine Elo-Zahl. Fällt das Ergebnis schlechter aus als erwartet, sinkt sie entsprechend.
Die FIDE, der Weltschachverband, führte das Elo-System Anfang der 1970er Jahre offiziell ein. Seitdem ist es zum weltweit wichtigsten Bewertungssystem im Schach geworden. Heute wird das Grundprinzip nicht nur im Schach verwendet. Auch viele andere Bereiche nutzen ähnliche Modelle, etwa andere Brettspiele, Online-Games oder Sportarten mit Ranglisten.
Die FIDE-Elo eines Weltmeisters
Hier Magnus Carlsen, geboren 1990, der schon als Kind zur Weltelite im Schach gehörte.

FAQ
Die Elo-Zahl ist eine Wertungszahl, die die Spielstärke im Vergleich zu anderen gewerteten Spieler:innen beschreibt. Je höher die Elo-Zahl, desto stärker wird eine Person in dieser Wertungsliste eingeschätzt.
Elo bedeutet im Schach: Die Ergebnisse früherer Partien werden statistisch genutzt, um die erwartete Spielstärke einer Spielerin oder eines Spielers zu bestimmen.
Das hängt vom Vergleich ab. Für Hobbyspieler:innen sind 1600 bis 1800 bereits solide bis stark. Im Turnierschach gelten 2000 Elo und mehr als sehr gute Spielstärke.
Die Berechnung vergleicht das tatsächliche Ergebnis mit dem erwarteten Ergebnis. Wer besser abschneidet als erwartet, gewinnt Elo-Punkte; wer schlechter abschneidet, verliert Punkte.
Die FIDE-Elo ist die internationale Wertungszahl im Schach. Die DWZ ist die deutsche Wertungszahl für nationale Turniere. Beide Systeme bewerten Spielstärke, werden aber unterschiedlich berechnet.
Nein. Ratings auf Lichess, Chess.com und anderen Plattformen entstehen in eigenen Spielerpools und oft mit anderen Rating-Systemen. Sie sind nicht direkt mit FIDE-Elo vergleichbar.
Für den Großmeistertitel ist in der Regel eine Elo von mindestens 2500 erforderlich. Zusätzlich braucht man entsprechende GM-Normen aus stark besetzten Turnieren.
Nach der aktuellen Ratingordnung veröffentlicht die FIDE Ratings erst ab 1400. Für eine erste veröffentlichte Wertung müssen außerdem genügend Partien gegen bereits gewertete Gegner:innen vorliegen.
Fazit
Die Elo-Zahl ist ein nützlicher statistischer Indikator für die Spielstärke von Schachspieler:innen. Sie erlaubt eine grobe Einschätzung, welche Punkteerwartung eine Person gegen eine andere Person mit bekannter Elo-Zahl hat. Sie ist aber keine absolute Messung der Spielstärke und auch keine Garantie für den Ausgang einer einzelnen Partie. Tagesform, Bedenkzeit, Eröffnungsvorbereitung, Turniersituation und psychologische Faktoren spielen weiterhin eine Rolle.
Besonders wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Wertungssystemen: DWZ, FIDE-Elo, Lichess-Rating und Chess.com-Rating sind nicht dasselbe. Sie können ähnlich aussehen, entstehen aber in unterschiedlichen Spielerpools und teilweise mit unterschiedlichen Berechnungsverfahren. Durch stetiges Lernen von Schachwissen, etwa von Eröffnungen, Denkstrategien, Endspielen und Taktiktraining, kann jede:r Spieler:in ihre:seine Spielstärke kontinuierlich verbessern. Als Faustregel gilt: 100 Elo-Punkte entsprechen ungefähr einer Spielstärkeklasse Unterschied.
Mit schachlichen Grüßen, dein Sven






Schreibe einen Kommentar