Warum das neue Wertungsportal mehr ist als nur ein Update – Der Deutscher Schachbund ersetzt mit dem kommenden Wertungsportal das bisherige DeWIS – und bringt dabei eine der spannendsten Änderungen seit Jahren mit: eine komplett neue Anpassungsformel für die DWZ (Was DWZ und ELO genau sind, kann du hier nachlesen).
Die neue Formel – kompakt erklärt
Die einmalige Umstellung folgt einem klaren Schema:
- DWZ < 1000 → +400 Punkte
- DWZ 1000–2109 → 0,64 × DWZ + 760
- DWZ ≥ 2110 → unverändert
Was trocken klingt, hat es in sich:
Diese Formel basiert auf einer statistischen Angleichung (Regression) zwischen DWZ und den zuletzt gestiegenen Elo-Zahlen.
Warum das Ganze?
Kurz gesagt: Die DWZ war zuletzt „zu niedrig“.
- Internationale Elo-Zahlen sind stark gestiegen
- Die DWZ hinkte hinterher (Stichwort: Deflation)
- Vergleichbarkeit wurde zunehmend schwieriger
Die neue Formel zieht vor allem den breiten Mittelbau nach oben, während Spitzenspieler kaum betroffen sind.
Was bedeutet das konkret?
In ein Diagramm geplottet zieht das Ganze so aus:

Ein paar typische Effekte:
- 800 → 1200
- 1200 → etwa 1528
- 1600 → etwa 1784
- 2200 → bleibt 2200
Das Ergebnis:
👉 Engere Abstände, realistischere Spielstärke-Abbildung
👉 Bessere Vergleichbarkeit mit Elo
Fazit
Das neue Wertungsportal ist mehr als ein technisches Upgrade.
Die Formel dahinter greift ein echtes Problem an – und könnte die DWZ wieder näher an das bringen, was sie sein soll: ein präzises Maß für Spielstärke im modernen Schach. Die Umstellung soll spätestens zusammen mit der Installation des neuen Wertungsportals 2026 erfolgen.







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