Hier bezeichnet das Pillsbury-Matt ein typisches Mattmotiv im Schach. Das Muster ist nach Harry Nelson Pillsbury benannt und ähnelt dem Morphy-Matt. Charakteristisch ist dabei: ein Turm, der auf der offenen Linie mattsetzt, und ein Läufer, der die Flucht über die Diagonale kappt.
Das folgende Diagramm zeigt die typische Stellung des Mattbilds als FEN:
So funktioniert das Pillsbury-Matt
In der typischen Schlussstellung steht der König auf g8 im Matt. Die direkte Drohung kommt von Turm auf g1 oder g-Linie. Entscheidend ist aber nicht nur diese eine Figur, sondern das Zusammenspiel der Figuren: der Läufer auf f6 oder verwandter Diagonale blockiert die Flucht, während der Turm die Linie besetzt. Gegnerische Figuren nehmen dem König die Felder f8, f7 und h7.
Deshalb kann der König weder wegziehen noch die mattsetzende Figur schlagen oder die Angriffslinie sinnvoll unterbrechen. Besonders wichtig ist in diesem Motiv Linienbesetzung, hier durch Läufer und Turm.
Merken kannst du dir das Pillsbury-Matt mit dieser Faustregel: Beim Pillsbury-Matt ist die offene Linie nur die halbe Wahrheit; der Läufer macht sie endgültig.
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