Kurz erklärt: Zu den berühmtesten Schachspieler:innen aller Zeiten zählen Garry Kasparov, Magnus Carlsen, Bobby Fischer, Anatoli Karpov, Judit Polgár, Hou Yifan, Vera Menchik, Viswanathan Anand, Emanuel Lasker, José Raúl Capablanca, Ju Wenjun und Nona Gaprindashvili. Manche waren klassische Weltmeister:innen, manche prägten das Frauenschach, andere wurden durch legendäre Partien, enorme Elo-Zahlen oder historische Duelle berühmt.
Eine endgültige Rangliste gibt es im Schach nicht. „Berühmt“, „beste:r Spieler:in“ und „stärkste:r Spieler:in“ meinen nicht immer dasselbe. Berühmtheit entsteht durch Titel, Rekorde, Stil, mediale Wirkung und historische Bedeutung. Spielstärke lässt sich eher über Ergebnisse, Weltmeistertitel und Elo einordnen. Deshalb trennt dieser Überblick zwischen historischen Legenden, prägenden Schachspielerinnen, deutscher Schachgeschichte und der aktuellen Weltspitze.
Die berühmtesten Schachspieler:innen aller Zeiten im Überblick
Die folgende Tabelle ist kein mathematisches Ranking. Sie ist eine Orientierung für alle, die wissen wollen, welche Schachspieler:innen die Schachgeschichte besonders stark geprägt haben.
| Schachgröße | Warum berühmt? | Einordnung |
|---|---|---|
| Garry Kasparov | Weltmeister 1985–2000, lange Weltranglistenspitze, Duelle gegen Karpov und Deep Blue | historische Legende |
| Magnus Carlsen | Weltmeister 2013–2023, höchste Elo-Spitze der Geschichte, weiterhin Weltspitze | moderne Legende |
| Bobby Fischer | Weltmeister 1972, Symbolfigur des Kalten Krieges im Schach | Mythos und Genie |
| Judit Polgár | stärkste Schachspielerin der Geschichte, Top-10 der offenen Weltrangliste | Meilenstein des Frauenschachs |
| Hou Yifan | jüngste Frauen-Weltmeisterin ihrer Zeit, langjährige Nummer 1 der Frauen | moderne Schachspielerin |
| Vera Menchik | erste Frauen-Weltmeisterin, dominierte das Frauenschach der Zwischenkriegszeit | Pionierin |
| Viswanathan Anand | mehrfacher Weltmeister, brachte Indien in die absolute Schachspitze | Weltmeister und Wegbereiter |
| Emanuel Lasker | längste Regentschaft als klassischer Weltmeister | deutsche Legende |
| José Raúl Capablanca | Weltmeister, Endspielgenie, Sinnbild natürlicher Schachharmonie | klassische Legende |
| Ju Wenjun | mehrfache und amtierende Frauen-Weltmeisterin | aktuelle Titelträgerin |
Berühmte Schachspieler:innen oder beste Schachspieler:innen?
Wer nach den besten Schachspieler:innen aller Zeiten sucht, landet schnell bei Elo-Rekorden, Weltmeisterschaften und Turniersiegen. Wer nach den berühmtesten Schachspieler:innen sucht, meint oft zusätzlich: Wer hat Schach verändert? Wer steht für eine Epoche? Wer hat Menschen außerhalb der Schachszene erreicht?
Garry Kasparov ist dafür ein gutes Beispiel. Seine reine Spielstärke war gigantisch, aber sein Ruhm kommt auch aus den Weltmeisterschaftskämpfen gegen Anatoli Karpov und aus dem Duell Mensch gegen Maschine gegen Deep Blue. Magnus Carlsen wiederum steht für das moderne Schachzeitalter: klassische Dominanz, Schnellschach, Blitzschach, Online-Schach, Freestyle-Schach und eine enorme öffentliche Präsenz.
Bei Schachspielerinnen ist die Lage ähnlich. Judit Polgár war nie Frauen-Weltmeisterin, weil sie fast ausschließlich in der offenen Weltspitze spielte. Trotzdem gilt sie als stärkste Schachspielerin der Geschichte. Vera Menchik, Nona Gaprindashvili, Maia Tschiburdanidze, Hou Yifan und Ju Wenjun sind dagegen vor allem über ihre Weltmeistertitel und ihre Dominanz im Frauenschach berühmt.
Historische Legenden: berühmte Schachspieler der offenen Weltspitze
1. Garry Kasparov – der Maßstab der modernen Schachgeschichte

Garry Kasparov gehört für viele Schachfreund:innen an Platz eins, wenn es um die berühmtesten Schachspieler aller Zeiten geht. Er wurde 1985 Weltmeister, verteidigte seine Stellung über viele Jahre und prägte das Spitzenschach mit kompromissloser Vorbereitung, taktischer Energie und psychologischer Härte.
Besonders berühmt wurden seine WM-Kämpfe gegen Anatoli Karpov. Diese Duelle waren nicht nur Schach, sondern ein jahrelanges Ringen zweier Systeme: Kasparovs Dynamik gegen Karpovs Positionskunst. Dazu kam 1997 der Kampf gegen Deep Blue. Seitdem steht Kasparov auch für die Frage, wie Mensch, Computer und Schachcomputer das Denken am Brett verändert haben.
2. Magnus Carlsen – die moderne Nummer 1

Magnus Carlsen wurde 2013 klassischer Weltmeister und gab den Titel 2023 freiwillig ab, ohne am Brett entthront worden zu sein. Seine höchste veröffentlichte Elo von 2882 ist bis heute ein historischer Rekord. Gerade deshalb taucht Carlsen in fast jeder Diskussion über die besten Schachspieler aller Zeiten auf.
Carlsens Stärke liegt weniger in spektakulären Einzelkombinationen als in seiner Fähigkeit, scheinbar harmlose Stellungen so lange zu kneten, bis die:der Gegner:in Fehler macht. Er ist Weltklasse im klassischen Schach, im Schnellschach, im Blitzschach und in Varianten wie Freestyle Chess. Auch nach seiner Zeit als klassischer Weltmeister bleibt er ein zentraler Fixpunkt der aktuellen Weltspitze.
3. Bobby Fischer – der berühmteste Einzelkämpfer des Schachs

Bobby Fischer wurde 1972 Weltmeister, nachdem er Boris Spassky im sogenannten Match des Jahrhunderts besiegt hatte. Kein anderer WM-Kampf wurde so stark mit Weltpolitik, Medieninteresse und persönlichem Drama aufgeladen. Fischer machte Schach in den USA populär wie kaum eine:ein andere:r Spieler:in.
Schachlich war Fischer seiner Zeit weit voraus: kompromisslose Eröffnungsvorbereitung, enorme Rechentiefe und ein fast fanatischer Anspruch an Präzision. Seine Karriere war kurz, sein Nachhall aber gewaltig. Genau diese Mischung aus Genie, Isolation und Mythos macht Fischer bis heute zu einem der berühmtesten Schachspieler der Welt.
4. Anatoli Karpov – Positionsspiel in Perfektion

Anatoli Karpov war von 1975 bis 1985 klassischer Weltmeister. Sein Stil war leise, aber brutal wirksam: kleine Vorteile, Druck auf schwache Felder, perfekte Figurenkoordination. Wer verstehen will, wie Positionsspiel funktioniert, kommt an Karpov kaum vorbei.
Seine Rivalität mit Kasparov gehört zu den großen Kapiteln der Schachgeschichte. Karpov war nicht einfach der Vorgänger Kasparovs. Er war eine eigenständige Schachmacht, die über Jahrzehnte zur absoluten Weltspitze gehörte.
5. Viswanathan Anand – der Weltmeister, der Indien veränderte

Viswanathan Anand wurde zum ersten indischen klassischen Weltmeister und löste in Indien eine Schachwelle aus, deren Folgen heute in der Weltspitze sichtbar sind. Viele junge indische Großmeister:innen nennen Anand als Vorbild.
Anand war berühmt für seine Geschwindigkeit, taktische Klarheit und universelle Spielweise. Er gewann Weltmeisterschaften in unterschiedlichen Formaten und blieb über Jahrzehnte konkurrenzfähig. Als Brücke zwischen der Kasparov-Ära, der Computer-Ära und der Carlsen-Ära ist Anand eine der wichtigsten Figuren des modernen Schachs.
6. Emanuel Lasker – Deutschlands größter Weltmeister

Emanuel Lasker war von 1894 bis 1921 Weltmeister. Keine:kein klassische:r Weltmeister:in hielt den Titel länger. Lasker war Mathematiker, Philosoph und Schachkämpfer zugleich. Er verstand früh, dass Schach nicht nur aus objektiv besten Zügen besteht, sondern auch aus praktischen Problemen für die:den Gegner:in.
Für die deutsche Schachgeschichte ist Lasker die zentrale Figur. Wer nach berühmten deutschen Schachspieler:innen sucht, muss mit ihm beginnen.
Die besten und berühmtesten Schachspielerinnen
Schachgeschichte wurde lange überwiegend aus Sicht der offenen Weltmeisterschaft erzählt. Das verzerrt den Blick. Zu den berühmtesten Schachspieler:innen gehören zwingend auch die Spielerinnen, die Barrieren durchbrochen, Titel gewonnen und neue Generationen geprägt haben.
1. Judit Polgár – die stärkste Schachspielerin der Geschichte

Judit Polgár ist der Sonderfall in jeder Rangliste. Sie wurde nicht durch Frauen-Weltmeisterschaften berühmt, sondern dadurch, dass sie in der offenen Weltspitze spielte. Sie schlug Weltmeister wie Garry Kasparov, Anatoli Karpov, Viswanathan Anand, Veselin Topalov und Magnus Carlsen.
Ihre höchste Elo lag bei 2735. Damit war sie nicht nur die beste Schachspielerin ihrer Zeit, sondern eine echte Topspieler:in im offenen Spitzenschach. Wer „beste Schachspielerinnen aller Zeiten“ sucht, findet bei Polgár fast immer den ersten Namen.
2. Hou Yifan – moderne Dominanz im Frauenschach

Hou Yifan wurde bereits sehr jung Frauen-Weltmeisterin und ist eine der stärksten Schachspielerinnen der Geschichte. Ihre Karriere ist besonders interessant, weil sie sportliche Weltklasse mit akademischer Laufbahn verband und trotzdem über viele Jahre als Nummer 1 der Frauen geführt wurde.
Schachlich steht Hou Yifan für klare Positionsbehandlung, Reife und technische Stärke. Sie ist eine moderne Gegenfigur zum alten Klischee, Frauenschach sei eine eigene, abgeschlossene Nebendisziplin. Hou Yifan war und ist einfach eine extrem starke Großmeisterin.
3. Vera Menchik – die erste große Weltmeisterin

Vera Menchik war die erste offizielle Frauen-Weltmeisterin und dominierte das Frauenschach in den 1920er- und 1930er-Jahren. Sie spielte auch gegen starke männliche Meister und gewann zahlreiche vielbeachtete Partien.
Ihre Bedeutung ist historisch kaum zu überschätzen. Menchik bewies in einer Zeit massiver Vorurteile, dass Schachspielerinnen in den stärksten Turniersälen ernst genommen werden mussten. Sie ist deshalb nicht nur eine berühmte Schachspielerin, sondern eine Pionierin des gesamten Sports.
4. Ju Wenjun – die amtierende Frauen-Weltmeisterin
Ju Wenjun ist die aktuelle zentrale Figur des Frauenschachs. Sie wurde 2018 Frauen-Weltmeisterin und verteidigte ihren Titel mehrfach. Wer die berühmtesten Schachspielerinnen nicht nur historisch, sondern aktuell betrachtet, muss Ju Wenjun einordnen.
Ihr Stil ist weniger laut als der von Polgár, aber enorm stabil. Ju Wenjun gewinnt viele Partien durch Geduld, Technik und saubere Entscheidungen unter Druck. Gerade deshalb ist sie für ambitionierte Vereinsspieler:innen ein gutes Studienobjekt: Ihre Partien wirken oft nachvollziehbar, enthalten aber sehr präzise Wendepunkte.
5. Nona Gaprindashvili – Großmeisterin und Symbolfigur
Nona Gaprindashvili war Frauen-Weltmeisterin und die erste Frau, die von der FIDE den Großmeistertitel erhielt. Sie steht für die georgische Schachtradition, die über Jahrzehnte außergewöhnlich starke Spielerinnen hervorgebracht hat.
Gaprindashvili war nicht nur Titelträgerin, sondern auch eine kämpferische Turnierspieler:in. Ihre Karriere zeigt, dass die Geschichte der besten Schachspielerinnen nicht erst mit Polgár und Hou Yifan beginnt.
6. Maia Tschiburdanidze – Weltmeisterin mit jugendlicher Reife
Maia Tschiburdanidze wurde sehr jung Frauen-Weltmeisterin und hielt den Titel viele Jahre. Sie verband taktische Wachheit mit ruhiger Positionsbehandlung und wurde zu einer prägenden Figur des sowjetischen und georgischen Frauenschachs.
Gemeinsam mit Gaprindashvili bildet sie ein wichtiges Kapitel der Schachgeschichte: Georgien wurde zu einem Zentrum des Frauenschachs, lange bevor Schach durch Streaming, Online-Plattformen und globale Nachwuchsförderung international sichtbarer wurde.
Aktuelle Weltspitze: Wer prägt Schach heute?
Stand Juni 2026 ist Dommaraju Gukesh amtierender klassischer Weltmeister. Magnus Carlsen ist zwar nicht mehr klassischer Titelträger, führt aber weiterhin die FIDE-Weltrangliste an. Dahinter gehören unter anderem Fabiano Caruana, Hikaru Nakamura, Javokhir Sindarov, Nodirbek Abdusattorov, Vincent Keymer, Anish Giri, Alireza Firouzja, Wei Yi und Arjun Erigaisi zur erweiterten Weltspitze.
Bei den Frauen bleibt Hou Yifan nach Elo die herausragende Referenz, obwohl sie nicht dauerhaft im Turnierzirkus spielt. Ju Wenjun ist amtierende Frauen-Weltmeisterin. Lei Tingjie, Aleksandra Goryachkina, Koneru Humpy, Bibisara Assaubayeva, Anna Muzychuk, Tan Zhongyi, Vaishali Rameshbabu und Divya Deshmukh gehören zu den wichtigsten Namen der aktuellen Spitze.
Interessant ist vor allem der Generationenwechsel. Indien, China, Usbekistan und die USA stellen heute viele der sichtbarsten Spitzenspieler:innen. Deutschland ist mit Vincent Keymer in der absoluten Weltklasse vertreten. Wer heutige Schachgeschichte live verfolgen will, sollte deshalb nicht nur auf Weltmeistertitel schauen, sondern auch auf Kandidatenturniere, Schnellschach, Blitzschach, Online-Events und neue Formate.
Berühmte deutsche Schachspieler:innen
Auch Deutschland hat wichtige Schachspieler:innen hervorgebracht. International ragt Emanuel Lasker heraus. Daneben gehören Robert Hübner, Wolfgang Uhlmann, Vincent Keymer und Elisabeth Pähtz zu den bekanntesten Namen.
Robert Hübner – Weltklassespieler und Analytiker

Robert Hübner gehörte in den 1970er- und 1980er-Jahren zur erweiterten Weltspitze. Er war Kandidat für die Weltmeisterschaft und ist für tiefgründige Analysen bekannt. Hübners Partien sind selten oberflächlich spektakulär, aber oft strategisch und rechnerisch anspruchsvoll.
Wolfgang Uhlmann – die französische Verteidigung als Markenzeichen

Wolfgang Uhlmann war einer der bekanntesten deutschen Großmeister des 20. Jahrhunderts. Besonders eng ist sein Name mit der Französischen Verteidigung verbunden. Uhlmann zeigte, dass ein:e Spieler:in mit einem klaren Repertoire und tiefem Verständnis auch gegen Weltklassespieler:innen bestehen kann.
Elisabeth Pähtz – Deutschlands bekannteste Schachspielerin

Elisabeth Pähtz ist Deutschlands bekannteste Schachspielerin der Gegenwart. Sie wurde Jugendweltmeisterin, spielte jahrzehntelang für die deutsche Nationalmannschaft und erreichte als erste deutsche Spielerin den Großmeistertitel. Für viele junge Schachspieler:innen in Deutschland ist sie die sichtbarste weibliche Identifikationsfigur.
Vincent Keymer – Deutschlands aktuelle Weltklasse
Vincent Keymer steht für die Gegenwart und Zukunft des deutschen Spitzenschachs. Er gehört zur Weltklasse, ist regelmäßig gegen die besten Spieler:innen der Welt im Einsatz und zeigt, dass Deutschland auch im modernen Hochleistungsschach eine Rolle spielt.
Was macht eine:n Schachspieler:in wirklich groß?
Die besten Schachspieler:innen aller Zeiten haben nicht nur hohe Elo-Zahlen. Sie verändern, wie andere über Schach denken. Capablanca zeigte natürliche Klarheit. Tal zeigte, wie gefährlich Fantasie sein kann. Karpov zeigte die Macht kleiner Vorteile. Kasparov zeigte Vorbereitung als Waffe. Polgár zeigte, dass Spitzenschach keine Geschlechtergrenze kennt. Carlsen zeigte, dass selbst trockene Endspiele zu Gewinnstellungen werden können, wenn die:der Gegner:in lange genug praktische Probleme lösen muss.

Mikhail Tal verdient in diesem Zusammenhang eine besondere Erwähnung. Er war Weltmeister, Angriffskünstler und vielleicht die poetischste Figur unter den Schachlegenden. Nicht jede Tal-Kombination war objektiv sauber. Aber Tal stellte so schwierige Probleme, dass viele Gegner:innen am Brett zusammenbrachen. Genau daraus entsteht Ruhm: nicht nur aus Perfektion, sondern aus Wiedererkennbarkeit.
FAQ: berühmte und beste Schachspieler:innen
Wer ist der berühmteste Schachspieler aller Zeiten?
Sehr häufig wird Garry Kasparov genannt. Er war Weltmeister, langjährige Nummer 1, Rival:in von Karpov und Hauptfigur im berühmten Duell gegen Deep Blue. Auch Bobby Fischer und Magnus Carlsen gehören zu den bekanntesten Namen weltweit.
Wer ist der beste Schachspieler aller Zeiten?
Das hängt vom Maßstab ab. Nach Elo-Spitze und moderner Dominanz spricht viel für Magnus Carlsen. Nach historischer Bedeutung und Dauer an der Weltspitze ist Garry Kasparov ein sehr starker Kandidat. Vergleiche über Epochen hinweg bleiben aber schwierig, weil Eröffnungstheorie, Computertraining und Turnierbedingungen völlig unterschiedlich waren.
Wer ist die beste Schachspielerin aller Zeiten?
Judit Polgár gilt allgemein als stärkste Schachspielerin der Geschichte. Sie erreichte die offene Weltspitze und besiegte zahlreiche Weltmeister. In der Geschichte der Frauen-Weltmeisterschaft sind außerdem Vera Menchik, Nona Gaprindashvili, Maia Tschiburdanidze, Hou Yifan und Ju Wenjun zentrale Namen.
Wer ist aktuell Schachweltmeister:in?
Aktuell ist Dommaraju Gukesh klassischer Schachweltmeister. Ju Wenjun ist amtierende Frauen-Weltmeisterin. Magnus Carlsen ist nicht mehr klassischer Weltmeister, bleibt aber einer der stärksten und berühmtesten Schachspieler der Welt.
Warum werden Frauen und Männer im Schach getrennt gewertet?
Die offene Kategorie steht grundsätzlich allen Spieler:innen offen. Zusätzlich gibt es Frauen-Titel und Frauen-Wettbewerbe, um Sichtbarkeit, Förderung und Teilnahme zu stärken. Mehr dazu findest du im Beitrag über Frauen, Männer und Schach.
Fazit: Schachruhm hat viele Formen
Die berühmtesten Schachspieler:innen aller Zeiten sind nicht nur diejenigen mit der höchsten Elo. Sie sind Spieler:innen, deren Partien, Entscheidungen und Persönlichkeiten im Gedächtnis bleiben. Kasparov, Carlsen und Fischer stehen für globale Bekanntheit. Lasker, Capablanca, Karpov, Anand und Tal stehen für ganze Epochen. Polgár, Menchik, Gaprindashvili, Tschiburdanidze, Hou Yifan und Ju Wenjun zeigen, dass die Geschichte des Schachs ohne die besten Schachspielerinnen unvollständig wäre.
Wer selbst besser werden will, sollte diese Namen nicht nur auswendig kennen, sondern ihre Partien nachspielen. Denn in den besten Partien der großen Meister:innen steckt fast alles, was Schach ausmacht: Planung, Taktik, Geduld, Mut und manchmal auch der eine Zug, den man nie wieder vergisst.
Gut Holz!
Sven, Karlsruhe 11.2022
Überarbeitet und aktualisiert 06.2026






Schreibe einen Kommentar