Auch das Opernmatt bezeichnet ein typisches Mattmotiv im Schach. Der Name geht auf Morphys berühmte Partie gegen Herzog Karl von Braunschweig und Graf Isouard in Paris 1858 zurück. Charakteristisch ist dabei: ein Turm, der auf der Grundreihe mattsetzt, und ein Läufer, der die Mattfigur schützt.
Hier ein belegtes Beispiel mit vollständiger PGN:
So funktioniert das Opernmatt
In der typischen Schlussstellung steht der König auf e8 im Matt. Die direkte Drohung kommt von Turm auf d8. Entscheidend ist aber nicht nur diese eine Figur, sondern das Zusammenspiel der Figuren: der Läufer auf g5 schützt den Turm, während eine schwarze Figur das eigene Fluchtfeld f7 besetzt und dem König nimmt.
Deshalb kann der König weder wegziehen noch die mattsetzende Figur schlagen oder die Angriffslinie sinnvoll unterbrechen.
Merken kannst du dir das Opernmatt mit dieser Faustregel: Das Opernmatt zeigt: Entwicklungsvorsprung wird tödlich, wenn der König noch in der Grundstellung steht.
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